Deshalb ist Simon Pleiter für den SV Nikolausdorf-Beverbruch ein Glücksfall als Begleiter und Wegbereiter

Simon Pleiter vom SV Nikolausdorf-Beverbruch ist ein echter Fußball-Held. Was ihn dazu macht, was ihn antreibt und was außer ihm nur ganz wenige Coaches von sich behaupten können, steht im Artikel.

Steffen Szepanski

16.02.2026, 12:00 Uhr

Die NFV-Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Silke Hanneken ehrte Simon Pleiter. Als Fußball-Held darf er sich unter anderem auf eine Reise nach Spanien freuen, wo auch das Stadion des FC Barcelona, Camp Nou, besucht wird.Niedersächsischer Fußballverband

Nikolausdorf/Beverbruch/Vechta/Bösel – Offensichtliche Helden stehen schnell im Rampenlicht wie etwa vor Kurzem in Oldenburg: Nachdem Nader Boussetta unter Einsatz seines Lebens einen 70-Jährigen aus der eiskalten Haaren gerettet hatte, in der der Senior gerade mit seinem Auto versank, bestand kein Zweifel: Dieser Mann ist ein Held. Es gibt aber auch die heimlichen Helden, die nicht sofort als solche zu erkennen sind und eher selten so richtig gewürdigt werden – aber genauso verdient haben, gefeiert zu werden, wie diejenigen, die Menschen aus Flüssen ziehen. Die D- und C-Junioren-Fußballer des SV Nikolausdorf-Beverbruch kennen einen dieser heimlichen Helden gut: Simon Pleiter ist ihr gescheiter langjähriger Begleiter, dank ihm ist die Stimmung meist heiter und er bringt sie fußballerisch immer weiter. Sie können von Glück reden, den 24-jährigen Lehramtsstudenten an ihrer Seite zu haben. Und nun steht er sogar auch mal im Rampenlicht. Silke Hanneken, stellvertretende Vorsitzende und Ehrenamtsbeauftragte des Niedersächsischen Fußballverbands im Kreis Cloppenburg, hat Simon Pleiter vor Kurzem als DFB-Fußball-Helden ausgezeichnet – eine ausgezeichnete Wahl. ENGAGEMENT Warum diese drei Personen für heimische Fußballer so wichtig sind

Keine Frage, Simon Pleiter ist Vorreiter und Wegbereiter: Einige „seiner Jungs“, die für ihn wie kleine Brüder sind, begleitet er schon seit vier Jahren. „Es ist toll zu sehen, wie sie sich fußballerisch entwickelt haben“, sagt der Student der Fächer Mathematik und Politik für Haupt- und Realschule, der zurzeit an der Oberschule Bösel sein 18-wöchiges Praktikum absolviert. Dort trifft er auf einige Schüler, gegen die seine Teams schon gespielt haben.

Coach zweier Teams

Zurzeit ist er sogar – was wohl kaum ein anderer Coach von sich behaupten kann – Trainer gleich zweier Teams, und zwar der D- und der C-Jugend des SV Nikolausdorf-Beverbruch. Da geht es für ihn oftmals direkt von der Uni Vechta auf den Fußballplatz. Wie schafft man es, dieses Pensum durchzuhalten? Was motiviert den Mittzwanziger? Geld kann es schließlich nicht sein, gibt es doch nur eine Aufwandsentschädigung für die gefahrenen Kilometer. „Es ist ganz klar das Lächeln der Jungs, das mich motiviert“, macht Pleiter klar. „Da macht mir meine Aufgabe als Trainer dann sogar mehr Spaß, als selbst zu spielen.“ SERIE „PRÄGENDE FUSSBALLMOMENTE“ Wie Jannik Dellwisch einst Planungen des SV Meppen förmlich wegwischte

Dabei ist der Mittelfeldspieler auch für die 1. Herren des SV Nikolausdorf-Beverbruch wichtig. Im Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Kreisklasse werden noch reichlich Punkte benötigt. Aber Angst, dass ihnen der 24-Jährige abhanden kommt, müssen seine Mitspieler nicht haben. „Es wäre toll, mal mit einigen der Jungs, die ich schon so lange trainiere, später zusammen in der 1. Herren zu spielen“, hat sich der Student ein besonderes Ziel gesetzt. „Schön wäre es, sie bis zur 1. Herren zu trainieren und sie dann als Teamkollegen zu haben. Sie sind mir ans Herz gewachsen.“

Guter Kontakt zu Eltern

Außerdem ist auch der Kontakt zu den Eltern der jungen Fußballer bestens. „Sie sind immer mit dabei“, freut sich der so stark engagierte Ehrenamtliche über das Engagement der Eltern. Aber auch der Verein sorgt dafür, dass Pleiter immer wieder gerne aufs Sportgelände kommt. Und so spricht er nicht viel über seine Leistungen. Nein, Simon Pleiter lobt lieber seine Mitstreiter: „Der Vorstand steht voll hinter uns, wir sind bestens ausgestattet, alle helfen sich gegenseitig und die Atmosphäre ist familiär“, so der 24-Jährige. „Es ist kein Wunder, dass wir von den G-Junioren bis zu den 1. Herren jeweils zwei Trainer für unsere Teams haben. Wir haben ein tolles Miteinander.“

Torwartcoach gefunden

Der SV Nikolausdorf-Beverbruch ohne Simon Pleiter ist gar nicht mehr vorstellbar. „Der Sportplatz ist sein zweites Zuhause“, sagt Silke Hanneken. „Er ist Vorbild, Motivator und Organisator zugleich.“ So überzeugte der künftige Lehrer seinen Kumpel Paul, ein spezielles Torwart-Training anzubieten. Er ist hartnäckig bei der Sponsorensuche, bringt sich als stellvertretender Jugendobmann in die Vorstandsarbeit mit ein, organisiert Fahrgemeinschaften zu Auswärtsspielen und hilft bei Sportwochenenden, Kinderspieltagen und der Platzpflege. FUSSBALL-SCHIEDSRICHTER IM KREIS CLOPPENBURG Wenn das große Vorbild mit ausbildet – auch dank eines prominenten Referenten zum Erfolg

Ohne Menschen wie Simon Pleiter wären unzählige Sportvereine längst pleite. Er ist, wie Marius Müller-Westernhagen einst in „Wieder hier“ sang, „ein Held für kein Geld der Welt“. In dem Sinne, dass er sich eben nicht für Geld engagiert, sondern für die Freude, die er damit verbreitet. Um sie zu verbreiten, wird er zum Helden. Sie spornt ihn an, wie es keine monetäre Belohnung könnte…

Quelle: https://www.nwzonline.de/sport/fussball-held-deshalb-ist-simon-pleiter-beim-sv-nikolausdorf-beverbruch-ein-wichtiger-begleiter-und-wegbereiter_a_4,2,3847485271.html

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