Buurnmuseum In Nikolausdorf – Traditionelles Spekulatius-Backen lockt die Besucher

Yvonne Högemann

Leckere Spekulatius: Die Rohlinge wurden auf einer alten Maschine gefertigt.

Nikolausdorf Weihnachtsduft liegt in der Luft, fleißige Bäcker holen auf der warmen Diele Brotlaibe und Spekulatius aus dem historischen Ofen, draußen demonstrieren Handwerker traditionelle Schmiede- und Holzarbeiten: Zum 20. Mal gab es am ersten Adventssonntag auf dem Gelände des „Buurnmuseums“ in Nikolausdorf das traditionelle Spekulatius-Backen.

Mehrere hundert Besucher bekamen beim Oldtimerclub Nikolausdorf eine Menge zu sehen, ließen sich aber auch mit den dargebotenen Leckereien gerne verwöhnen.

Doch nicht nur auf der Veranstaltung selbst rollten die leckeren Spekulatius von dem Mini-Band des manuell betriebenen, rund neun Jahrzehnte alten Gerätes, das dem Gebäck vor dem Backvorgang Form und Motive verpasst. Schon vorab haben die fleißigen Hobbybäcker in stundenlanger Arbeit ihre Ware produziert, um die Nachfrage befriedigen zu können. So bildeten sich am ersten Adventssonntag dann auch Schlangen vor dem Verkaufstisch und die Ehrenamtlichen hatten alle Hände voll zu tun. „Sogar Freunde aus Bredehorn kommen jedes Jahr wieder zur Unterstützung“, freute sich Vorsitzender Bernd Emke.

Neben den Spekulatius gab es mit frischem Brot aus dem historischen Backofen, heißen Waffeln und selbst gebackenen Kuchen auch erstmals original Schwarzbrot nach Helmut Meyers Rezept. Sohn Andre Meyer selbst buk nach dem alten Familienrezept. Da zu einer schmackhaften Brotschnitte nicht zuletzt die gute Butter gehört, wurde auch dieses Lebensmittel von Mitgliedern des Oldtimerclubs im traditionellen Butterfass frisch hergestellt.

Zum Rahmenprogramm zählte ein adventlicher Basar mit überwiegend in Hand- und Heimarbeit hergestellten Produkten. Auch der Bürgerverein „Wir in Nikolausdorf“ präsentierte sich mit seinen frisch eingetroffenen Kalendern. Beim Tierschutzverein Friesoythe konnten Interessierte sich zudem über die Arbeit des Vereins informieren.

Im Freien hatte der Schmied sein Feuer entfacht. Auf dem Amboss geformte Eisenstücke erweckten das Interesse der Besucher genauso wie nebenan das Geschick eines Holzschuhmachers, der aus klobigen Holzstücken in entsprechenden Arbeitsgängen das Schuhwerk vergangener Generationen fertigte. Freunde alter Geräte und Maschinen kamen ebenfalls auf ihre Kosten: In der Museumsscheune konnten historische Sammlungen bestaunt werden. Über alte Schuleinrichtungen, Büromaschinen, Haushaltsgeräten bis hin zu einer Wohn- und Schlafzimmereinrichtung und einer Tischlerei gab es dort viel zu sehen.

Vorsitzender Bernd Emke kündigte für den Himmelfahrtstag im kommenden Jahr eine „offene Tür“ an, die Generalversammlung ist am 7. Februar ab 19.30 Uhr im Vereinsheim des SV Nikolausdorf.

Quelle: https://www.nwzonline.de/cloppenburg/wirtschaft/nikolausdorf-buurnmuseum-in-nikolausdorf-traditionelles-spekulatius-backen-lockt-die-besucher_a_50,6,2236322240.html

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