Schützen blicken auf 100-jähriges Bestehen voraus

Yvonne Högemann

Kreative Wandmalerei: Ein Mitglied des Vereins hat den Schießstand verschönert.

Beverbruch /Nikolausdorf Geplant war das Foto einer 100 aus rund einhundert Schützenbrüdern und Schützenschwestern des Schützenvereins Beverbruch-Nikolausdorf, der im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen begehen wird. Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen musste die Aktion allerdings am Vorabend kurzfristig abgeblasen werden.

100 Jahre Schützenverein Beverbruch-Nikolausdorf, eigentlich ein Grund zu feiern. Geplant ist deshalb auch ein Jubiläumsschützenfest im Mai kommenden Jahres. Doch der Vorstand um den Vorsitzenden Dirk Möllmann geht die Sache realistisch an und bezieht auch eine Verschiebung des Jubiläums mit in seine Überlegungen ein. An einer Festschrift als Erweiterung der Chronik, die 1996 erschienen ist, sitzen zurzeit neben dem Vorsitzenden auch Helmut Vossmann, Ferdinand Rempe, Theo Schwarte, Arnold Janzen und Norbert Nording. „Wir betrachten in unserer Festschrift die vergangenen 25 Jahre“, hält Möllmann fest. „Aber auch einen Blick in die Zukunft wollen wir wagen.“ So spiele man gedanklich auch schon einmal durch, wie die 125-Jahr-Feier aussehen könne.

Seinen Verein bezeichnet Möllmann, nicht zuletzt aufgrund der Arbeit des Vorstandes in den vergangenen Jahren, als „dynamisch“. In den letzten sechs Jahren sei kein Stein mehr auf dem alten geblieben, so der Vorsitzende. Viele gute Handwerker aus den eigenen Reihen packten tatkräftig mit an: Auf dem freien Schießstand wurden 23 Bäume gefällt, die Außenanlagen wurden gemacht, die Abwassertechnik renoviert, der Sanitärbereich überholt und zuletzt in 2019 der Gastraum und die Theke grunderneuert.

Neben den Umbaumaßnahmen führte der Vorstand außerdem eine Beförderungsordnung ein, durch die die Uniformen aufgeschmückt werden können. Die Schulterstücke sollen einerseits die Zeit widerspiegeln, andererseits aber auch die Mitglieder locken, ein Amt zu übernehmen. Neu entstanden ist zudem die Vereinsordnung. „Als ich mein Amt als Vorsitzender übernahm, gab es viele Regularien“, erklärt Dirk Möllmann. „Keine davon war allerdings niedergeschrieben.“ Ihm sei es deshalb wichtig gewesen, das aufzuschreiben, woran man sich hält. Auch Ideen von Vereinsmitgliedern nehme der Vorstand gerne auf und packe es an. „Das ganze Dorf steht immer hinter uns“, freut sich der Familienvater.

Anekdoten und Geschichten aus alten Tagen sind beim Chronikausschuss genau so gerngesehen wie Bilder. „Es ist wichtig, die vergangenen Tage nicht zu vergessen“, hält Möllmann abschließend fest. „Aber wir müssen uns auch am Neuen orientieren.“

Quelle: https://www.nwzonline.de/cloppenburg/kultur/beverbruch-nikolausdorf-schuetzenverein-beverbruch-nikolausdorf-schuetzen-blicken-auf-100-jaehriges-bestehen-voraus_a_50,10,2319502757.html

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